Kategorien
Aktuelles

Eine kurze, glückliche Zeit

Luise Straus-Ernst in der Emmastraße

Ein Gastbeitrag von Eva Weissweiler

Die gebürtige Kölner Kunsthistorikerin, Schriftstellerin und Journalistin Luise Straus-Ernst wurde über viele Jahre nur als Ehefrau von Max Ernst und als »Muse der Dadaisten«. wahrgenommen. 2016 verfasste Eva Weissweiler eine Biographie über Straus-Ernst, in der sie erstmals umfassend  die Lebensgeschichte dieser außergewöhnlichen und faszinierenden Frau nachzeichnete und eine neue Perspektive auf ihr Leben und Werk ermöglichte.  – In ihrem Gastbeitrag beschreibt Eva Weissweiler die kurze aber glückliche Zeit, die Luise Straus-Ernst nach ihrer Trennung von Max Ernst, in der Emmastraße in Köln-Sülz verbracht. Weiterlesen.


Ankündigung:

Ausstellung: »Nomadengut. Die Kölner Schriftstellerin Luise Straus-Ernst«. Vom 24.9. bis 10.10.2021 in der Kulturkirche Ost. Gezeigt werden u.a. Fotografien von Hannes M. Flach und Klaus Kammerichs.
Vernissage: 24.9.2021, 19 Uhr, mit Eva Weissweiler und Sonja Kargel.
Informationen unter: http://www.kulturkirche-ost.de

Kategorien
Aktuelles

»Weh dem, der den edlen Fürsten von Köln erschlug!«

Walther von der Vogelweide preist Erzbischof Engelbert I.

Ein Gastbeitrag von Martin Oehlen

Kaum zu glauben! Der größte Lyriker und Minnesänger des deutschen Mittelalters Walther von der Vogelweide hat auch in Köln eine Spur hinterlassen, der Martin Oehlen in seinem Beitrag folgt und dabei Erhellendes zu Tage fördert. Die Gebeine des Kölner Erzbischofs Engelbert I., die heute in einem prachtvollen Schrein in der Domschatzkammer aufbewahrt werden, finden ebenso Erwähnung. Warum? Das erfahren Sie hier. 

Kategorien
Aktuelles

Ulla Hahn: »…wie die Steine am Rhein«. – Über Geborgenheit, Heimat und Sprache

Druckfrisch: Der neue Band der Schriftenreihe »lik« ist erschienen 

Die mehrfach ausgezeichnete Autorin und Dichterin Ulla Hahn hat sich sowohl in ihrem lyrischen Werk als auch in ihren Romanen intensiv mit dem Heimatbegriff auseinandergesetzt. In Anlehnung an Martin Heideggers Anschauung über »Die Sprache ist das Haus des Seins« entwickelt Hahn in ihrem neuen Text, den sie für den 6. Band der Schriftenreihe »lik« konzipiert und geschrieben hat, eine eigene Betrachtung des Gegenstandes.

Das Thema Heimat, das Hahn in ihrem Text essayistisch und literarisch zu fassen versucht, ist in heutiger Zeit höchst aktuell. Fragen nach heimatlicher Orientierung, nach regionaler Identität sowie die problematischen Vereinnahmungsversuche des Begriffes durch rechte Parteien und andere politische Gruppierungen, verlangen nach einer steten Standortbestimmung im gesamtgesellschaftlichen Umfeld. Einen wichtigen Beitrag in dieser tagesaktuellen Debatte bietet eine engagierte Literatur, die hier stellvertretend durch Ulla Hahn geboten wird.

Das Rheinland als Heimatort war und ist immer ein zentrales Motiv im Werk der Autorin. Über viele Jahre lebte Ulla Hahn in Köln, einer ihrer Sehnsuchtsorte, wie sie schreibt. Das Interview im zweiten Teil des Bandes thematisiert ihre Beziehung zur Rheinmetropole: Während ihres Studiums an der Kölner Universität nahm sie an den Vorgängen der Protestbewegungen im Umfeld der 1968er Jahre teil, die sie literarisch in Spiel der Zeit, dem 3. Teil ihrer Tetralogie verarbeitete. – Kontakte hatte Ulla Hahn später auch zu anderen renommierten Kölner Autor*innen wie Hans Bender, Heinrich Böll und vor allem zu Hilde Domin, die maßgeblich ihr lyrisches Schreiben beeinflusste.

lik 06 – Ulla Hahn: »…wie die Steine am Rhein«. Über Geborgenheit, Heimat und Sprache. Hrsg. von Stadtbibliothek Köln. Ausgewählt, zusammengestellt und bearbeitet von Gabriele Ewenz. Köln: Verlag der Buchhandlung Klaus Bittner 2021.
Preis: 16,80 Euro – ISBN 978-3-926397-52-2

Kategorien
Aktuelles

Notizen eines Gereongängers

Ein Gastbeitrag von Michael Kohtes

Die romanische Kirche St. Gereon wurde auf den Resten eines spätantiken Vorgängerbaus aus dem 4. Jahrhundert errichtet, der in Teilen erhalten ist. Architekturgeschichtlich bedeutend ist vor allem das Dekagon und ursprüngliche Mausoleum, das als einziger spätantiker Bau der Stadt Köln weitgehend erhalten ist. Mit St. Pantaleon zählt die ehemalige Stiftskirche St. Gereon im Nordwesten der Stadt auch zu den ältesten christlichen Orten in Köln. – Warum der Schriftsteller Michael Kohtes dem »transzendentalen Obdachlosen« einen Besuch dieses beeindruckenden Bauwerks empfiehlt, lesen Sie hier.

Kategorien
Aktuelles

Wilde Feste am Friesenplatz

Sabine Schiffner erinnert sich

Die in Köln lebende Lyrikerin Sabine Schiffner wohnte zehn Jahre lang in unmittelbarer Nähe des Friesenplatzes. 1986 bezog sie eine Wohnung über dem legendären Lichtspieltheater »Rex Am Ring«, eines der ältesten noch in Betrieb befindlichen deutschen Kinos, das 1928 am Hohenzollernring eröffnet wurde. Im Friesenviertel, das lange vor allem als Rotlichtmilieu und Treffpunkt der Kölner Unterwelt bekannt war, liegen die Wurzeln ihrer schriftstellerischen Arbeit. Schiffners Erlebnisse und Eindrücke aus dieser Zeit schlagen sich literarisch auch in ihren frühen Gedichten nieder. Lesen Sie hier ihren Beitrag.

Kategorien
Aktuelles

Dostojewski wird in Köln zur Kasse gebeten

Der russische Schriftsteller Fjodor M. Dostojewski begab sich Anfang der 1860er Jahre auf seine erste Auslandsreise, die ihn auch zweimal für wenige Tage nach Köln führte. Über die zu entrichtende Brückensteuer, die er beim Überqueren der neuen Dombrücke zahlen musste, war er wenig begeistert. Wie es dazu kam, lesen Sie hier.

Kategorien
Aktuelles

Metthäppchen, Mammutbäume und Multikulti

Wasserturm Kalk © Foto Manos Meisen / Stadtbibliothek Köln

Notizen über Kalk und seinen Stadtgarten

Ein Gastbeitrag von Eva Weissweiler

Der Kölner Stadtteil Kalk ist ein sehr buntgemischtes, lebendiges und multikulturelles Viertel, das im 19 Jahrhundert durch die zunehmende Industrialisierung und die Ansiedlung chemischer und metallverarbeitender Fabriken geprägt wurde. Relikte aus dieser Zeit finden sich vereinzelt noch heute im Stadtbild so zum Beispiel der 1904 errichtete Wasserturm der »Chemischen Fabrik Kalk«, in dem sich seit 2014 die »minibib« der Stadtbibliothek Köln befindet. Ein beliebter Erholungsort im Viertel ist neben dem Bürgerpark der Kalker Stadtgarten, dem auch die Kölner Autorin Eva Weissweiler gerne einen Besuch abstattet. Lesen Sie hier ihre Notizen aus Kalk.

Kategorien
Aktuelles

Hans Mayer dirigiert im Stadtgarten

Der Literaturwissenschaftler, Schriftsteller und Kulturkritiker Hans Mayer wurde 1907 »in der gutbürgerlichen Neustadt, jenseits der Ringe« geboren. Hier verbrachte er seine ersten Lebensjahre. Mayers Geburtshaus, ein denkmalgeschütztes Jugendstilhaus, liegt in der Genter Straße unweit des Kölner Stadtgartens. Weiterlesen


Zusätzliche Informationen:

  • »Hans Mayer: Repräsentant und Außenseiter – ein deutsch-jüdischer Schriftsteller aus Köln« – Hanjo Kesting im Gespräch mit Heinrich Bleicher
Eine Online-Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) als Beitrag zum Aktionsjahr »1.700 Jahre jüdisches Leben in Köln und dem Rheinland«, 8.7.2021
  • »Hans Mayer über Köln und sein Judentum« – Ein Gastbeitrag von Heinrich Bleicher

Kategorien
Aktuelles

Zum 90. Geburtstag von Erasmus Schöfer

Wir gratulieren!

Erasmus Schöfer in der Kölner Zentralbibliothek, 2012 © Foto: Stadtbibliothek Köln/LiK-Archiv

Der in Köln lebende Schriftsteller Erasmus Schöfer feiert heute seinen 90. Geburtstag. Seit vielen Jahren ist Schöfer mit dem LiK-Archiv und der Kölner Stadtbibliothek eng verbunden. Zahlreiche Veranstaltungen und Buchvorstellungen fanden in den Räumen der Zentralbibliothek statt. Erinnert sei auch an das Symposium »Schönheit und Gerechtigkeit«, 2013, in dessen Zentrum Schöfers Tetralogie Die Kinder des Sisyfos stand.

In dem Interview Unsichtbar lächelnd träumt er Befreiung, das Heinrich Bleicher mit dem Jubilar im Mai 2021 anlässlich des Geburtstages führte, spricht Schöfer über seinen Roman aber auch über seinen jüngst erschienenen Gedichtband Sisyfos Lust. Lauter ewige Lieben. Erasmus Schöfer und Heinrich Bleicher kennen sich seit vielen Jahren aus der Arbeit im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller VS. Während Erasmus Schöfer zeitweise als Vorstandsmitglied und auch als Delegierter an zahlreichen Konferenzen und Veranstaltungen teilgenommen hat, war Bleicher langjähriger Bundesgeschäftsführer des Schriftstellerverbandes. Außerdem ist er Mitglied im Freundeskreis der Kinder des Sisyfos.

Mit einem frühen Text, Vogeltheater in der Südstadt, ist Schöfer bereits in der LiK.map verortet. Eine kleine Sonderaufstellung seines Werks ehrt den Autor in der Literaturabteilung der Zentralbibliothek.

Erasmus Schöfer und Heinrich Bleicher im Gespräch, Mai 2021
Kategorien
Aktuelles

Die EDITIONALE

Ein Forum für Buchkunst

Die EDITIONALE ist eine internationale Messe für Handpressendrucke, Künstlerbücher, Mappenwerke und Editionen und wurde im Jahr 2000 von der Künstlerin Elisabeth Broel und dem Künstler Gernot Cepl ins Leben gerufen. Die Initiatorin starb am 1. Dezember 2020 an den Folgen einer Covid 19-Infektion. Weiterlesen