LiK.map

»Zu leicht kann man sich einbilden, Köln zu kennen«

Heinrich Böll, 1959

Wo steht Heinrich Bölls Geburtshaus? Warum gibt es in Köln den Heinzelmännchenbrunnen? Welche Spuren hat Johann Wolfgang von Goethe in der Domstadt hinterlassen und was hat Hilde Domin im Agnesviertel unternommen? Diese und andere Fragen beantwortet zukünftig die LiK.map, ein virtueller-interaktiver Stadtplan von Köln, der mit audiovisuellen und textuellen Inhalten sukzessive gefüllt wird: Wohnhäuser, Denkmäler, Texte von Autorinnen und Autoren über Kölner Orte werden in den Fokus gerückt und lebendig dargestellt. Die LiK.map berücksichtigt sowohl historische als auch zeitgenössische Landmarken der lokalen Literaturgeschichte.

Interessierte erhalten somit Anregungen für Spaziergänge und Entdeckungstouren durch den realen und virtuellen Stadtraum. Mit der Zeit entsteht ein spannender Blick auf das literarische Köln, eine Verortung von Literatur im urbanen Raum – eine Kartographie der Kölner Literatur

Der direkte Zugang zu den literarischen Orten kann entweder direkt über die Marker in der Stadtkarte oder über die Kartenlegende am linken Seitenrand erfolgen. Weiterführende Informationen bieten Beiträge und Kurzbiographien über Kölner Autorinnen und Autoren, die ebenfalls über die Legende oder Menüleiste aufgerufen werden können. Die LiK.map schreibt sich fort und versteht sich als »work in progress«.

Neben der LiK.map stellt das Portal die beiden Archive vor und bietet weitere interessante und beachtenswerte Aspekte der Kölner Literatur.

Zuletzt auf LiK.map veröffentlicht

Wohnort von Luise Straus-Ernst

Emmastraße Ein Gastbeitrag von Eva Weissweiler Nein, das Haus in der Emmastraße 27 in Köln-Sülz, in das Luise Straus-Ernst 1929 einzog, hat nichts von dem »funkelnden Edelstein«, mit dem ihr Sohn Jimmy es später verglich. Es ist ein schmuckloser Bau, fast etwas trist in seinem Einheitsgrau, aber damals war es wohl richtig modern, vor allem […]

»Weh dem, der den edlen Fürsten von Köln erschlug!«

Walther von der Vogelweide preist Erzbischof Engelbert I. Ein Gastbeitrag von Martin Oehlen Nichts gegen Latein. Aber welches ist die älteste literarische Erwähnung Kölns in deutscher Sprache? Zum Kreis der Favoriten zählen die mittelhochdeutschen Verse von Walther von der Vogelweide (um 1170 – um 1230) auf den Kölner Erzbischof Engelbert I. (um 1185 – 1225). […]

Notizen eines Gereongängers

Ein Gastbeitrag von Michael Kohtes Unter Kölns romanischen Gotteshäusern empfiehlt sich für den transzendental Obdachlosen als erste Adresse St. Gereon. Man bevorzuge die Tageszeiten, wenn die Messe gehalten und der Cicerone durch ist, dann winkt die Gnade, abgesehen von der einen oder anderen quer flitzenden Kirchenmaus mit dem Genius Loci allein zu sein – und […]

Wilde Feste am Friesenplatz

Sabine Schiffner erinnert sich Als ich meine Wohnung am Hohenzollernring 60 im Mai 1986 zum ersten Mal betrat, sah ich aus dem Fenster und dachte: Ja, so möchtest du in Köln wohnen: Denn ich konnte von hier aus in der Ferne den Dom sehen! Damals fuhr unten auf den Ringen die Straßenbahn noch oberirdisch. Die […]

Dostojewski wird in Köln zur Kasse gebeten

  Der russische Schriftsteller Fjodor M. Dostojewski (1821–1881) begab sich im Sommer 1862 auf seine erste Reise nach Westeuropa. In wenigen Wochen besuchte er Deutschland, Frankreich, England, die Schweiz und Italien, ein strammes Programm, das kaum Zeit für längere Aufenthalte und Besichtigungen vorsah. Am 26. Juni reiste er von Berlin kommend, nach Köln, um den […]

Metthäppchen, Mammutbäume und Multikulti

Notizen über Kalk und seinen Stadtgarten Wenn Sie das nächste Mal wieder nach Köln kommen, wagen Sie das Unglaubliche, das in keinem Reiseführer steht und fahren mit der Linie 1 oder 9 vom Neumarkt oder Heumarkt hinüber nach Kalk. Als Erstes werden Sie natürlich den Rhein überqueren, der für die meisten Kölnerinnen und Kölner viel […]

Hans Mayer dirigiert im Stadtgarten

Geburtshaus im Belgischen Viertel Hans Mayer wurde am 19. März 1907 im »Belgischen Viertel«, einem bis heute beliebten und attraktiven Viertel der Stadt, geboren. Rings um den Brüsseler Platz, der mit der kath. Pfarrkirche St. Michael, das Zentrum des ›Belgischen Viertels‹ bildet, entstanden um die Wende zum 20. Jahrhundert repräsentative Wohnhäuser im Jugendstil. Der Kaufmann […]

Die EDITIONALE

Ein Forum für Buchkunst Die EDITIONALE, eine kleine Messe für Handpressendrucke, Künstlerbücher, Mappenwerke und Editionen, wurde im Jahr 2000 von der Künstlerin Elisabeth Broel und dem Künstler Gernot Cepl ins Leben gerufen. Buchkünstler*innen aus dem In- und Ausland bot Broel Gelegenheit, sich mit ihren Werken einem interessierten Publikum in Köln vorzustellen: Bücher in kleinen Auflagen, […]

»Nach Köln hin wälzt der Rhein sein heiliges Wasser fort«

Die Marcel-Proust-Promenade Ein Gastbeitrag von Martin Oehlen Marcel Proust (1871–1922) ist nie in Köln gewesen. In Deutschland hat er es lediglich bis nach Bad Kreuznach geschafft. Dennoch ist Köln diejenige deutsche Stadt, in der dem Autor des siebenbändigen Romankolosses A la recherche du temps perdu (dt. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit) besonders große […]

»Colonia Claudia Ara Agrippinensium«

Ein Gastbeitrag von Martin Oehlen Die Annalen des P. Cornelius Tacitus gelten als ein Höhepunkt der antiken Geschichtsschreibung. Sie widmen sich der Julisch-Claudischen Dynastie, beginnend mit dem Tod von Kaiser Augustus im Jahre 14 n. Chr. und endend mit Kaiser Nero, der von 54 bis 68 regierte. Im 12. Buch dieser römischen Geschichte findet sich […]

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