LiK.map

»Zu leicht kann man sich einbilden, Köln zu kennen«

Heinrich Böll, 1959

Wo steht Heinrich Bölls Geburtshaus? Warum gibt es in Köln den Heinzelmännchenbrunnen? Welche Spuren hat Johann Wolfgang von Goethe in der Domstadt hinterlassen und was hat Hilde Domin im Agnesviertel unternommen? Diese und andere Fragen beantwortet zukünftig die LiK.map, ein virtueller-interaktiver Stadtplan von Köln, der mit audiovisuellen und textuellen Inhalten sukzessive gefüllt wird: Wohnhäuser, Denkmäler, Texte von Autorinnen und Autoren über Kölner Orte werden in den Fokus gerückt und lebendig dargestellt. Die LiK.map berücksichtigt sowohl historische als auch zeitgenössische Landmarken der lokalen Literaturgeschichte.

Interessierte erhalten somit Anregungen für Spaziergänge und Entdeckungstouren durch den realen und virtuellen Stadtraum. Mit der Zeit entsteht ein spannender Blick auf das literarische Köln, eine Verortung von Literatur im urbanen Raum – eine Kartographie der Kölner Literatur

Der direkte Zugang zu den literarischen Orten kann entweder direkt über die Marker in der Stadtkarte oder über die Kartenlegende am linken Seitenrand erfolgen. Weiterführende Informationen bieten Beiträge und Kurzbiographien über Kölner Autorinnen und Autoren, die ebenfalls über die Legende oder Menüleiste aufgerufen werden können. Die LiK.map schreibt sich fort und versteht sich als »work in progress«.

Neben der LiK.map stellt das Portal die beiden Archive vor und bietet weitere interessante und beachtenswerte Aspekte der Kölner Literatur.

Zuletzt auf LiK.map veröffentlicht

Wohnorte von Heinrich Böll

Hülchrather Straße 1969 mietete Heinrich Böll, durch die Vermittlung Vilma Sturms, in der Hülchrather Straße im Agnesviertel eine geräumige Altbauwohnung mit sieben Zimmern. Neben den Privaträumen waren hier auch die umfangreiche Bibliothek (sie kann heute in der Kölner Zentralbibliothek besichtigt werden) und das Arbeitszimmer der Sekretärin untergebracht. Die Hülchrather Straße 7 war in den 1970er […]

Alle Gefühle auf einmal: der Ebertplatz

Ein Gastbeitrag von Melanie Raabe Brennpunkt, Drogenumschlagplatz, städtebaulicher Alptraum, Inbegriff der Hässlichkeit. Er hat keinen guten Ruf, der Ebertplatz. Die meisten Menschen, die ich kenne, finden ihn schlicht scheußlich. Viele betreten ihn nur, wenn sie unbedingt müssen: auf dem Weg zur U-Bahn. Und es ist sicherlich angenehmer, irgendwo in Rodenkirchen oder Lindenthal in die Stadtbahn […]

Buchsalon Ehrenfeld

Ein Gastbeitrag von Martin Sölle Entstanden in den 1970er Jahren wollte das Kollektiv des Anderen Buchladens Bücher und Informationen vertreiben, die man andernorts nicht bekam. Der andere Buchladen verstand sich nicht nur als Buchhandlung, sondern vor allem auch als Ort der Vermittlung politischer Inhalte im Kontext der linken »Sponti-Bewegung« jener Zeit. Der Buchladen war also […]

Radtour zum Rhein oder der Weg zur Schriftstellerei

Ein Gastbeitrag von Petra Reategui Es war ein strahlender Herbsttag, als ich vor vielen Jahren mein Fahrrad aus dem Keller holte und einen Ausflug zum Rhein machte. Hätte mir an diesem Morgen jemand gesagt, dass ich danach Bücher schreiben würde, hätte ich sie oder ihn für verrückt erklärt; ich war Journalistin und hatte nicht die […]

DuMont: Start-up mit 401 Jahren Tradition

Ein Gastbeitrag von Joachim Frank Wenn es etwas gibt, was den Menschen und die Gesellschaft weiterbringt, dann ist es die Lust auf Neues, auf Veränderung und – auf Kommunikation. Seit 401 Jahren steht das Medienhaus DuMont für Information und Innovation. Aus seiner Geschichte als Zeitungsverlag speist sich der Sinn für Journalismus, aber auch der Drang, […]

Wohnort von Luise Straus-Ernst

Emmastraße Ein Gastbeitrag von Eva Weissweiler Nein, das Haus in der Emmastraße 27 in Köln-Sülz, in das Luise Straus-Ernst 1929 einzog, hat nichts von dem »funkelnden Edelstein«, mit dem ihr Sohn Jimmy es später verglich. Es ist ein schmuckloser Bau, fast etwas trist in seinem Einheitsgrau, aber damals war es wohl richtig modern, vor allem […]

»Weh dem, der den edlen Fürsten von Köln erschlug!«

Walther von der Vogelweide preist Erzbischof Engelbert I. Ein Gastbeitrag von Martin Oehlen Nichts gegen Latein. Aber welches ist die älteste literarische Erwähnung Kölns in deutscher Sprache? Zum Kreis der Favoriten zählen die mittelhochdeutschen Verse von Walther von der Vogelweide (um 1170 – um 1230) auf den Kölner Erzbischof Engelbert I. (um 1185 – 1225). […]

Notizen eines Gereongängers

Ein Gastbeitrag von Michael Kohtes Unter Kölns romanischen Gotteshäusern empfiehlt sich für den transzendental Obdachlosen als erste Adresse St. Gereon. Man bevorzuge die Tageszeiten, wenn die Messe gehalten und der Cicerone durch ist, dann winkt die Gnade, abgesehen von der einen oder anderen quer flitzenden Kirchenmaus mit dem Genius Loci allein zu sein – und […]

Wilde Feste am Friesenplatz

Sabine Schiffner erinnert sich Als ich meine Wohnung am Hohenzollernring 60 im Mai 1986 zum ersten Mal betrat, sah ich aus dem Fenster und dachte: Ja, so möchtest du in Köln wohnen: Denn ich konnte von hier aus in der Ferne den Dom sehen! Damals fuhr unten auf den Ringen die Straßenbahn noch oberirdisch. Die […]

Dostojewski wird in Köln zur Kasse gebeten

  Der russische Schriftsteller Fjodor M. Dostojewski (1821–1881) begab sich im Sommer 1862 auf seine erste Reise nach Westeuropa. In wenigen Wochen besuchte er Deutschland, Frankreich, England, die Schweiz und Italien, ein strammes Programm, das kaum Zeit für längere Aufenthalte und Besichtigungen vorsah. Am 26. Juni reiste er von Berlin kommend, nach Köln, um den […]

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