Kategorien
Aktuelles

»Die Seligen« von Martin M. Kohtes und Michael Kohtes

Die »glückliche Generation« am Vorabend der Zeitenwende – gespiegelt in einem höchst eigenwilligen Sitten- und Sippengemälde voll schillernder Figuren und verrückter Geschichten. Sprachmächtig, tiefsinnig und schreiend komisch. Wir belauschen zwei ungleiche Brüder, denen Heuernte und Misthaufen so vertraut sind wie die urbane Pop moderne – hier das Milieu rheinisch-katholischer Rübenbauern und Gutsbesitzer, dort die Welt der Noctambulen, Kokser und Halunken. Dieser Roman, kühn komponiert und glänzend geschrieben, liest sich als die letzte Momentaufnahme jener besonnten, singulären Epoche, welche auf die Schrecken des ­20. Jahrhunderts folgte und nunmehr, mit den heraufziehenden neuen Katastrophen, an ihr Ende gelangt.

Michael Kohtes lebt als Schriftsteller und Journalist in Köln. Er veröffentlichte essayistische Prosa, Lyrik und zuletzt die Tagebuch-Collage 365 Tage – Ansichten von K. Das WDR-Publikum kennt ihn unter anderem als langjährigen Moderator des Literaturgesprächs Zeichen & Wunder. Für seine Arbeit erhielt er diverse Preise und Auszeichnungen.

Martin Maria Kohtes ist Theaterwissenschaftler und Philologe. Nach dem Studium in Berlin, Paris und New York lehrte er in Köln sowie in Berlin. Zu seinen Veröffentlichungen zählen Guerilla Theater und Besser schreiben. Er lebt heute als Autor im Rheinland.

Claudia Dichter studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie in Aachen und Köln. Seit 1992 ist sie als Autorin und Kunstkritikerin beim WDR tätig und moderiert seit 2002 das Kulturmagazin Scala bei WDR 5. Seit 2019 ist sie Moderatorin des Kulturmagazins Resonanzen bei WDR 3.

Diese Veranstaltung findet als Kooperation zwischen dem Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) und der Buchhandlung Klaus Bittner statt.

Veranstaltungsort:
Stadtbibliothek Köln
Interim der Zentralbibliothek
Hohe Str. 68-82
50667 Köln - Altstadt/Süd
Karten erhalten Sie im Vorverkauf über kölnticket, Restkarten gegebenenfalls an der Abendkasse.
Kategorien
LiK im Fokus

LiK im Fokus

Neun Jahre lang, vom 28.9.2006 bis zum 26.11.2015 veranstaltete WDR 3 jeden Monat eine literarische Liveveranstaltung vor Publikum in der Bar »Zum Scheuen Reh«. Mit Musik vom DJ Pult traten Autoren mit ihren neuen Büchern zu Gespräch und Lesung an: von Christian Kracht mit seinem Band New Wave (2006) bis Westbam mit seinem Party-Tatsachenroman Alle Macht der Nacht waren beinahe alle prominenten Autoren dieser Ära der Neuen deutschen Popliteratur vertreten – und dazu einige literarische Verwandte.

In der Redaktion stehen die Bücher zu diesen Veranstaltungen – und solche, die dafür in Betracht gezogen wurden – bis heute nebeneinander im Regal. Sediment einer mittlerweile schon historischen Phase in der neuen deutschen Literatur, die sich Gegenwärtigkeit auf die Fahnen geschrieben hatte. Das große »Jetzt« die unmittelbare Präsenz, Euphorie und Über-Identifikation – sie sind in einen beruhigten Zustand übergegangen.

Jetzt wird das zusammenstehende Konvolut in den Bestand des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) der Stadtbibliothek übernommen. Dort werden die Bände dekontextualisiert und wie alle Titel alphabetisch in den Katalog überführt und führen so fortan ein privates Einzelleben.

Aus diesem Anlass soll in einer kleinen Ausstellung die Bücherregalriege in seiner ursprünglichen Zusammenstand inszeniert werden. Als Zeitbild – und als Denkfigur. Denn genau besehen bildet jedes Bücherregal, das nicht alphabetisch oder nach Größe sortiert ist, ein blueprint einer Interessenstruktur, stiftet Wahlverwandtschaften und behauptet Zusammenhänge. Die sich irgendwann – wie alles im kulturellen Feld – wieder voneinander lösen.

Veranstaltungsort:
Stadtbibliothek Köln
Interim der Zentralbibliothek, 2. Etage
Hohe Straße 68-82
50667 Köln - Altstadt/Süd

Kategorien
Literaturfestivals

Anderland VII – Festival der Poesie

Mit Mara Genschel, Anja Kampmann und Nasima Sophia Razizadeh

Mara Genschel, geboren in Bonn, lebt in Berlin und arbeitet an der performativen Dimension von Literatur in unzähligen Publikationen und interdisziplinären Projekten. Sie war unter anderem Fellow im International Writing Program (Iowa) und im International Writer’s Workshop (Hongkong) und wurde mit dem Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds gefördert. 2022 brachte sie mit ihrem Auftreten die Jury des Bachmannpreises aus dem Konzept. Zuletzt erschienen von ihr Midlife-Prosa (Engeler 2024), Das narzisstische Skript (text + kritik 2025) sowie eine regelmäßige Glosse in SWR Kultur. Seit Herbst 2024 lehrt sie außerdem an der Kunsthochschule für Medien Köln.

Anja Kampmann wurde 1983 in Hamburg geboren. Sie studierte an der Universität Hamburg und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie debütierte bei Hanser mit dem Gedichtband Proben von Stein und Licht (Lyrik Kabinett, 2016). Ihr erster Roman Wie hoch die Wasser steigen (2018), wurde vielfach übersetzt, für den Preis der Leipziger Buchmesse sowie den Deutschen Buchpreis nominiert und war Finalist für den National Book Award in den USA. 2021 erschien der Gedichtband Der Hund ist immer hungrig, der mit dem Günter Kunert Literaturpreis für Lyrik ausgezeichnet wurde. 2025 folgte der Roman Die Wut ist ein heller Stern. Für ihre Werke erhielt sie 2024 den Marie-Luise-Kaschnitz-Preis.

Nasima Sophia Razizadeh, 1991 in Frankfurt am Main geboren, ist Dichterin. Ihr Debüt Sprache und Meer erschien 2023 bei Matthes & Seitz Berlin / Rohstoff. Es folgten die im Wallstein Verlag erschienenen Gedichtbände Die Goldwaage(2024) und Entschwebung (2026). Sie lebt zurzeit in Köln.

Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) der Stadtbibliothek Köln, der Buchhandlung Klaus Bittner und dem Institut für Deutsche Sprache und Literatur I der Universität zu Köln statt.

Veranstaltungsort:
Stadtbibliothek Köln
Interim der Zentralbibliothek
Hohe Str. 68-82
50667 Köln - Altstadt/Süd

Tickets über die Buchhandlung Bittner:
info@bittner-buch.de, 0221-2574870

Vergangene Veranstaltung

Anderland VI
Anderland V
Anderland IV
Anderland III
Anderland II
Anderland I



Kategorien
Aktuelles

Heinrich-Böll-Preisträgerin 2025: Heike Geißler

Veranstaltungsplakat

Den nach dem Kölner Ehrenbürger und Nobelpreisträger Heinrich Böll benannten Preis verleiht die Stadt Köln seit 1985. Am Vorabend der offiziellen Preisverleihung im Historischen Rathaus spricht die Preisträgerin Heike Geißler im Interim der Zentralbibliothek über ihr Werk. Ihr Gesprächspartner ist Mathias Zeiske, der das Literatur- und Filmprogramm beim renommierten Berliner Künstler*innenprogramm des DAAD (Deutscher Akademische Austauschdienst) in Berlin leitet.

Die Jury würdigt Heike Geißler für ihre Literatur, die sich mit prekären Arbeitsverhältnissen und dem Optimierungsdruck auseinandersetzt und im Sinne Heinrich Bölls gesellschaftlich relevante Themen behandelt. – Geißler ist eine literarische Stimme, die Wirklichkeit sichtbar macht und Sprachräume für jene öffnet, die meist übersehen werden, heißt es in der Jurybegründung.

Heike Geißler wurde 1977 in Riesa geboren, wuchs dort und in Chemnitz auf und studierte Amerikanistik, Politik und Geographie in Dresden, Hispanistik und Literaturwissenschaften in Halle. Neben dem Heinrich-Böll-Preis wurde sie 2025 ebenso mit dem Klopstock-Preis für neue Literatur und dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet. Geißler lebt in Leipzig.

Mathias Zeiske leitet seit 2019 das Literaturprogramm am Haus der Kulturen der Welt, darunter die Veranstaltungsreihe Alphabet Readings und den Internationalen Literaturpreis. Er ist Mitherausgeber der Buchreihen Volte und Volte Expanded, die bei Spector Books erscheinen. Von 2009 bis 2017 war er leitender Redakteur der Literaturzeitschrift Edit.

Im Kontext der diesjährigen Preisverleihung erscheint der sechste Band der Preisreden in der Schriftenreihe des Heinrich-Böll-Archiv und des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK).

Eine Veranstaltung des Heinrich-Böll-Archiv in Kooperation mit dem Amt des Oberbürgermeisters und dem Literaturhaus Köln e.V.

Veranstaltungsort:
Stadtbibliothek Köln
Interim der Zentralbibliothek
Hohe Str. 68-82
50667 Köln - Altstadt/Süd

Die Veranstaltung ist ausgebucht!
Kategorien
Literaturfestivals

Lunch Lectures

Neues Mittwochsritual im Interim der Kölner Zentralbibliothek! Literatur ist ein Lebensmittel und die Kunsthochschule für Medien wird 35 Jahre! Um dies zu feiern haben wir uns im Studienschwerpunkt Literarisches Schreiben mit der Kölner Stadtbibliothek zusammengetan und machen ab sofort Mittag mit Büchern. Wir laden Autor*innen aus der Region und darüber hinaus ein, jeden zweiten Mittwoch pünktlich um 13:15 Uhr in den Räumen des Interims der Zentralbibliothek in der Kölner Innenstadt ein Buch vorzustellen, das sie besonders geprägt hat. Die Lunch Lectures sind als kurze und persönliche Reisen durch die Literaturgeschichte der letzten 70 Jahre gedacht, für die wir uns jeweils eine knappe Dreiviertelstunde Zeit nehmen. Von ewigen Klassikern bis zu fast vergessenen Schätzen ist alles Denkbare dabei. Es gibt gutes Brot und noch bessere Bücher. Umsonst. Wir freuen uns auf euch!

Kategorien
Literaturfestivals

Europäisches Literaturfestival Köln-Kalk (ELK)

Das ›Europäische Literaturfestival Köln-Kalk (ELK)‹ ist ein mehrtägiges Kulturevent, das seit 2019 jährlich am ersten Septemberwochenende im Kölner Stadtteil Kalk stattfindet. Das Festival bringt zeitgenössische europäische Literatur direkt in den öffentlichen Raum und bietet bei freiem Eintritt ein Programm aus mehrsprachigen Lesungen, Podiumsdiskussionen, Workshops und Live-Musik.

Traditionell wird das Festival unter freiem Himmel auf dem Ottmar-Pohl-Platz ausgetragen und dient als Plattform für eine vielstimmige, innovative Literaturszene. Hinter der Organisation steht ein lokaler Verbund aus dem Integrationshaus e.V., der parasitenpresse, dem Magazin KLiteratur und dem KUNTS e.V. Aufgrund seiner Bedeutung für das Stadtviertel und die Kulturszene wurde das ELK im April 2025 für den Kölner Kulturpreis als »Kulturereignis des Jahres« nominiert.

Weitere Informationen unter Europäisches Literaturfestival Köln-Kalk

Kategorien
Literaturfestivals

Crime Cologne

Die Crime Cologne ist ein jährlich stattfindendes internationales Krimifestival, das Köln für mehrere Wochen im Herbst in einen Hotspot für Spannungsliteratur verwandelt. Dabei präsentieren sowohl renommierte Bestsellerautoren als auch vielversprechende Newcomer aus dem In- und Ausland ihre neuesten Kriminalromane und Thriller. Das Besondere an dem Festival ist die Auswahl der Schauplätze: Die Lesungen finden oft an ungewöhnlichen oder atmosphärisch passenden Orten im gesamten Stadtgebiet statt, was den Veranstaltungen eine ganz eigene Note verleiht.
Neben dem klassischen Lesungsprogramm bietet das Festival Raum für Diskussionen über aktuelle Trends des Genres und vergibt zudem seit 2015 den mit 3.000 Euro dotierten ›Crime Cologne Award‹, der herausragende Kriminalliteratur ehrt.
Mit dem Preis soll jährlich eine Autorin oder ein Autor für einen Kriminalroman ausgezeichnet werden. Prämiert wird ein Werk, das sowohl sprachlich als auch thematisch und psychologisch überzeugt – und dabei spannende Unterhaltung auf herausragendem Niveau bietet. Für die Auswahl der Romane zeigt sich eine vierköpfige Jury verantwortlich.

Weiterführende Informationen unter Crime Cologne

Kategorien
Literaturfestivals

Anderland

Seit Mai 2023 hat Köln ein weiteres Festival, in dessen Zentrum die Lyrik steht. Der Titel Anderland, so der poetische Name des neuen Veranstaltungsformats, stammt aus Jens Hagens Köln-Poem. – Die Reihe startet mit Federico Italiano, Raoul Schrott und Jan Wagner in der Kölner Zentralbibliothek.

Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) der Stadtbibliothek Köln, der Buchhandlung Klaus Bittner und dem Institut für Deutsche Sprache und Literatur I der Universität zu Köln statt.

Kategorien
Aktuelles

Anderland VI – Festival der Poesie

»Anderland«, das Kölner Festival zur Poesie, findet in diesem Herbst zum 6. Mal statt. An zwei Abenden steht die Lyrik und der 100. Geburtstag von Ernst Jandl im Zentrum. Zu Gast sind diesmal Marica Bodrožić, Kerstin Hensel und Norbert Hummelt. Hier gibt es weitere Informationen.

Kategorien
Literaturfestivals

Anderland VI – Festival der Poesie

Ein Abend für Ernst Jandl mit Marica Bodrožić, Kerstin Hensel und Norbert Hummelt

»Anderland«, das Kölner Festival zur Poesie, findet in diesem Herbst zum 6. Mal statt. An zwei Abenden steht die Lyrik im Zentrum. Zu Gast sind diesmal Marica Bodrožić, Kerstin Hensel und Norbert Hummelt.

Zum 100. Geburtstag feiern wir Ernst Jandl – den ersten Abend widmen wir dem Wiener Dichter und Erfinder der konkreten Poesie. Passend zum Jubiläum erscheint ein Buch zu Jandls Ehren, darin stellen bekannte zeitgenössische Autor*innen ihre Lieblingstexte vor, drei davon haben wir nach Köln eingeladen: Kerstin Hensel, Marica Bodrožić und Norbert Hummelt sprechen über Jandls Einfluss auf ihr Werk und tragen seine Gedichte vor.

Am zweiten Abend stellt Norbert Hummelt seinen neuen Gedichtband Hellichter Tag vor, außerdem liest Kerstin Hensel aus ihren Texten.

Ernst Jandl wurde 1925 in Wien geboren. Nach Schule, Militärdienst und Kriegsgefangenschaft studierte er Germanistik und Anglistik. Während er als Gymnasiallehrer arbeitete, begann er Gedichte zu schreiben und zu veröffentlichten. Sein Werk wurde mit vielen renommierten Preisen ausgezeichnet.

Marica Bodrožić wurde 1973 in Dalmatien geboren. Sie schreibt Gedichte, Romane, Erzählungen und Essays, die in über sechzehn Sprachen übersetzt wurden. Für ihr bisheriges Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Walter-Hasenclever-Literaturpreis, dem Manès-Sperber-Literaturpreis für ihr Gesamtwerk sowie dem Irmtraud-Morgner-Preis.

Kerstin Hensel wurde 1961 in Karl-Marx-Stadt geboren. Sie gilt als eine der vielseitigsten und einflussreichsten Vertreterinnen der deutschen Gegenwartsliteratur. Ihr Werk umfasst Lyrik, Romane und Erzählungen. 2015 wurde sie in der Akademie der Künste Berlin für die Sektion Literatur als Stellvertretende Direktorin gewählt. Sie unterrichtet heute an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch.

Norbert Hummelt wurde 1962 in Neuss geboren und lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für sein lyrisches Gesamtwerk wurde er 2021 mit dem Rainer-Malkowski-Preis ausgezeichnet. Er übertrug T. S. Eliots Gedichtzyklen Das öde Land und Vier Quartette neu ins Deutsche und ist Herausgeber der Gedichte von W. B. Yeats.

Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) der Stadtbibliothek Köln, der Buchhandlung Klaus Bittner und dem Institut für Deutsche Sprache und Literatur I der Universität zu Köln statt.

Veranstaltungsort:
Stadtbibliothek Köln
Interim der Zentralbibliothek
Hohe Str. 68-82
50667 Köln - Altstadt/Süd

Tickets über die Buchhandlung Bittner:
info@bittner-buch.de, 0221-2574870

Vergangene Veranstaltung

Anderland V
Anderland IV
Anderland III
Anderland II
Anderland I