Ein Hotspot der mittelalterlichen Buchkunst in Köln war das Klarissenkloster St. Klara, das um 1350 zu den elf Frauenklöstern der Stadt gehörte. Die Nonne Loppa vom Spiegel zählt zu den prominentesten Buchkünstlerinnen des Skriptoriums. Das Klarissenkloster befand sich auf dem Areal, das heute von den Straßen Zeughausstraße und Auf dem Berlich umfasst und von der Straße Am Römerturm durchschnitten wird. In seinem Beitrag folgt Martin Oehlen der Spur dieser außergewöhnlichen Frau.
Kategorie: Aktuelles
Rolf Persch – Der dichtende Dandy
Ein Gastbeitrag von Sabine Schiffner
Der Lyriker und Rezitator Rolf Persch gehörte zu den wenigen Autoren, die sich dem Literaturbetrieb konsequent verweigerten: Ein Sonderling, ein Außenseiter, der mit seiner Literatur eigene Wege beschritt. Seine Gedichte erschienen in wenigen Exemplaren im Handpressendruck oder als Abonnement-Gedichte, die er einem exklusiven Kreis zustellte und vortrug. – Perschs Schriftsteller-Kollegin Sabine Schiffner erinnert in ihrem Beitrag an diesen außergewöhnlichen Kölner Lyriker.
Die »Hans-Mayer-Gesellschaft«
Ein Gastbeitrag von Heinrich Bleicher
Die »Hans-Mayer-Gesellschaft« e.V. (HGM) pflegt das Andenken des Kölner Literaturwissenschaftlers Hans Mayer (1907-2001) und fördert auch im internationalen Rahmen das Studium seines Werkes und literatur-politischen Wirkens. Gegründet wurde sie 2018 in Berlin. In Köln, der Geburtsstadt Ihres Namensgebers, hat die »Hans-Mayer-Gesellschaft« ihren Sitz im Stadtteil Nippes, am Leipziger Platz gefunden. Heinrich Bleicher, Gründungsmitglied und Vorsitzender der HGM, stellt im nachfolgenden Beitrag Aufgaben und Ziele der Gesellschaft vor.
Norbert Scheuers Lieblingsorte in Köln
Für Norbert Scheuer gehört der Innenhof des »Museum für Angewandt Kunst Köln« (MAKK) zu seinen Lieblingsorten in der Rheinmetropole. Das Museum befindet sich seit 1989 auf dem Areal des ehemaligen Minoritenklosters. Ursprünglich beherbergte der Gebäudekomplex das Wallraf-Richartz-Museum und das Museum Ludwig. – Den kontemplativen Gedanken eines Kreuzgangs vermittelt heute noch der zentrale Innenhof, eine Ruheoase inmitten der Stadt, mit Begrünung und einer von Ewald Mataré gestalteten Brunnenanlage. Darüber hinaus gibt es für Norbert Scheuer noch einen weiteren Ort, der vor allem für seine Arbeit als Schriftsteller von Bedeutung ist. Martin Oehlen hat beim Autor nachgefragt. Lesen Sie hier seinen Beitrag.
Alle Gefühle auf einmal: der Ebertplatz
Ein Gastbeitrag von Melanie Raabe
Im Kölner Norden bildet der Ebertplatz einen der wichtigsten innerstädtischen Verkehrsknotenpunkte. Er verbindet den Hansaring mit dem letzten der insgesamt zehn Ringabschnitte, dem Theodor-Heuss-Ring. Die Platzanlage entstand am Ende des 19. Jahrhunderts nach den Entwürfen der Architekten und Stadtplaner Joseph Stübben (1845–1936) und Karl Henric (1842–1927). – Die heutige Bebauung stammt aus den 1970er Jahren. Betontristess, Drogenkriminalität und Gewalt prägen das Image des Ebertplatzes. Für die Kölner Autorin Melanie Raabe bietet der Platz jedoch auch noch eine andere Lesart. Hier geht es zu ihrem Beitrag.
Heinrich-Böll-Preisträger 2021
José F. A. Oliver liest am 25.11.2021 in der Kölner Zentralbibliothek
Unter dem Vorsitz von Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat sich die Jury für den Lyriker und Essayisten José F. A. Oliver als neuen Träger des Heinrich-Böll-Preises entschieden. In der Begründung wurde vor allem Olivers Sprachmagie der Verse sowie seiner Prosa hervorgehoben. Oliver begreife Lyrik als »Seinsform und damit Literatur als grundlegend für die Existenz, weil sie es bei aller erzählerischer Stringenz ermöglicht, die poetische Vieldeutigkeit aufrecht zu erhalten und so das Nebeneinander von Sichtweisen bejaht«. Das aufklärerische Moment in seiner Literatur, die Auseinandersetzung mit Migration, mit Fragen der Integration, mit der Sprache als trennendem und verbindendem Element, stehe, so die Jury, unverkennbar in der Tradition des Denkens Heinrich Bölls.
Den nach dem Kölner Ehrenbürger und Nobelpreisträger Heinrich Böll benannten Preis verleiht die Stadt Köln seit 1985. Am Vorabend der offiziellen Preisverleihung spricht José F. A. Oliver mit Beate Tröger in der Kölner Zentralbibliothek – dort, wo auch das Heinrich-Böll-Archiv beheimatet ist.
José F. A. Oliver, andalusischer Herkunft, wurde in Hausach im Schwarzwald geboren und lebt dort als freier Schriftsteller. Er ist Verfasser von Gedichten, Kurzprosa und Essays zu kulturpolitischen Themen. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.
Beate Tröger studierte Germanistik, Anglistik und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Erlangen und Berlin. Sie lebt in Frankfurt/Main und arbeitet als Literaturkritikerin, Moderatorin und Jurorin.
Buchsalon Ehrenfeld
Ein Gastbeitrag von Martin Sölle
Die kleine Buchhandlung in der Wahlenstraße 1 kann auf eine Tradition zurückschauen, die bis in die 1980er Jahre zurückgeht. Heute hat sich der Buchladen in Ehrenfeld als attraktive Stadtteilbuchhandlung mit einem feinen ausgewogenen Sortiment etabliert. Martin Sölle, der gemeinsam mit Claudia Haas die Buchhandlung führt, blickt zurück auf die Anfänge im Kollektiv und markiert in seinem Beitrag die verschiedenen Entwicklungsstadien seiner Buchhandlung.
Welche Auswirkungen eine Fahrradtour entlang der Rodenkirchener Riviera für den beruflichen Werdegang von Petra Reategui hatte, beschreibt die Autorin in ihrem spannenden Beitrag. Und was am 6. Februar 1758 im heutigen Naturschutzgebiet Weißer Bogen geschah, bleibt auch nicht unbeantwortet. Hier erfahren sie mehr.
Ankündigung: Am 21. Oktober 2021, um 19 Uhr, liest Petra Reategui gemeinsam mit Dorothea Renckhoff in der Zentralbibliothek. Informationen unter: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/veranstaltungskalender/verfuehrung-verbrechen-vergangenheit
Ein Gastbeitrag von Joachim Frank
Die DuMont Mediengruppe mit Sitz in Köln ist eines der größten und ältesten deutschen Medienunternehmen. Seit 1998 befinden sich die Redaktionen und die Druckerei des Verlags im Neven-DuMont-Haus, einem repräsentativen Glasbau an der Amsterdamer Straße in Köln-Niehl. 2020 hätte DuMont das 400ste Gründungsjubiläum begehen können, die Feierlichkeiten wurden jedoch durch die Corona-Pandemie vereitelt. Joachim Frank, Chefkorrespondent des Kölner Stadt-Anzeiger, beschreibt in seinem Beitrag den Wandel des Hauses von einer einfachen Druckerei zum Tageszeitungs-Verlag und schließlich zum Medien- und Technologiekonzern.
Eine kurze, glückliche Zeit
Luise Straus-Ernst in der Emmastraße
Ein Gastbeitrag von Eva Weissweiler
Die gebürtige Kölner Kunsthistorikerin, Schriftstellerin und Journalistin Luise Straus-Ernst wurde über viele Jahre nur als Ehefrau von Max Ernst und als »Muse der Dadaisten«. wahrgenommen. 2016 verfasste Eva Weissweiler eine Biographie über Straus-Ernst, in der sie erstmals umfassend die Lebensgeschichte dieser außergewöhnlichen und faszinierenden Frau nachzeichnete und eine neue Perspektive auf ihr Leben und Werk ermöglichte. – In ihrem Gastbeitrag beschreibt Eva Weissweiler die kurze aber glückliche Zeit, die Luise Straus-Ernst nach ihrer Trennung von Max Ernst, in der Emmastraße in Köln-Sülz verbracht. Weiterlesen.
Ankündigung: Ausstellung: »Nomadengut. Die Kölner Schriftstellerin Luise Straus-Ernst«. Vom 24.9. bis 10.10.2021 in der Kulturkirche Ost. Gezeigt werden u.a. Fotografien von Hannes M. Flach und Klaus Kammerichs. Vernissage: 24.9.2021, 19 Uhr, mit Eva Weissweiler und Sonja Kargel. Informationen unter: www.kulturkirche-ost.de
