Heinrich Böll Begegnungen

HIER entsteht EINE IM AUFBAU BEFINDLICHE ÜBERSICHT VON Personen, die mit Heinrich Böll in Verbindung standen
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Becker, Jürgen

Jürgen Becker, 2012 © Foto: Stadt Köln

Jürgen Becker (1939 –2024), Schriftsteller, Lyriker und Hörspielautor. – war von 1959-1964 Mitarbeiter des WDR und von 1964-1966 Lektor im Rowohlt-Verlag, später wurde er Leiter des Suhrkamp-Theaterverlags und Leiter der Hörspielabteilung im Deutschlandfunk. Er war Mitglied im P.E.N.-Zentrum Deutschland, der Akademie der Künste, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u. a. 1995 den Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln und 2014 den Georg-Büchner-Preis.

Domin, Hilde

Hilde Domin, Foto: © Foto: S. Fischer Verlag

Hilde Domin, Schriftstellerin, Lyrikerin und Essayistin, geb. am 27.7.1909 in Köln, gest. am 22.2.2006 in Heidelberg – Tochter des jüdischen, promovierten Rechtsanwalts und Kölner Justizrates Eugen S. Löwenstein und dessen Frau Paula. Sie besuchte keine Grundschule, sondern genoss Privatunterricht. Später besuchte Domin das Merlo-Mevissen-Lyzeum in Köln, wo sie 1928 ihre Schule beim Deutschen Frauentag vertrat und 1929 ihre Reifeprüfung ablegte. Danach studierte sie Jura, Philosophie und politische Wissenschaften in Heidelberg, Bonn und Köln. Ihre Studien beendete sie in Florenz, wo sie den Kunsthistoriker Erwin Walter Palm kennenlernte und 1936 heiratete. Mit Hitlers Machtergreifung brach die Zeit des Exils an, die Hilde Domin gemeinsam mit ihrem Mann zunächst in England, dann in der Karibik, in Santo Domingo, verbrachte. Dort arbeitete sie als Sekretärin und Übersetzerin für ihren Mann und als Sprachlehrerin. 1946 begann Domin mit dem Schreiben. 1954 veröffentlichte sie erstmals ihre Gedichte unter dem Pseudonym »Domin«. Nach 22jährigem Exil kehrte sie nach Deutschland zurück. Sie veröffentlichte Gedichte, Erzählungen und Romane, Essays und literaturwissenschaftliche Abhandlungen. Als eine der bedeutendsten Lyrikerinnen der Nachkriegszeit erhielt sie zahlreiche Literaturpreise und Auszeichnungen, u. a. 1999 den Jakob Wassermann-Preis der Stadt Fürth und 2005 die höchste Auszeichnung der Dominikanischen Republik für ihr Lebenswerk.

Niedecken, Wolfgang

Wolfgang Niedecken in der Kölner Zentralbibliothek, 2013 © LiK-Archiv

Wolfgang Niedecken (*1951), Musiker, Maler und Autor. Studierte von 1970 bis 1976 Freie Malerei an der FHBK Köln. Danach gründete er die Kölsch-Rock-Band BAP, mit der er 1982 den überregionalen Durchbruch schaffte.

Solschenizyn, Alexander

Alexander Solschenizyn, 1974 © Bert Verhoeff CC0 1.0

Alexander Solschenizyn (1918–2008), Mathematiker und Schriftsteller. Von 1945 bis 1953 im Zwangslager, danach drei Jahre Verbannung, 1957 wurde er rehabilitiert. 1969 Ausschluss aus dem sowjetischen Schriftstellerverband, 1970 Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis. Ab 1973 erschien das erzählerische Dokumentarwerk Archipel Gulag über das sowjetische Lagersystem. Nach seiner Ausweisung lebte Solschenizyn in Zürich, Kanada und den USA, 1994 Rückkehr nach Russland.

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